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Werkstattverfahren zum Reha-Standort Burtscheid

Die Stadt Aachen führt ein Planungsverfahren für die neue Reha-Klinik und das Umfeld in Form eines kooperativen Werkstattverfahrens durch.

Im Bild das Planungsgebiet aus der Auslobung und Start des kooperativen Werkstattverfahrens

Auszüge aus der Vorlage: FB 61 - Fachbereich Stadtentwicklung, -planung und Mobilitätsinfrastruktur

Von Sonntag, 21. November, bis Mittwoch, 24. November hat die Planungswerkstatt stattgefunden. Die Zwischenergebnisse der drei Planungsteams und die Protokolle der Jurysitzungen sind ebenso wie das umfangreiche Papier mit detaillierter Beschreibung der Ausgangslage in Burtscheid und der Anforderungen kann auf der Seite der Stadtverwaltung heruntergeladen über den Link „Auslobung“ bzw. "Teams" etc. 

Nach einer Überarbeitungsphase werden die Konzepte präsentiert: 

Mittwoch, 02.02.22 17.30 Uhr

 im Forum 3 Perspektiven Verfahren und Aufgabe, Konzeptpräsentation der Teams, 

Diese Veranstaltung der Stadt wird ausschließlich online auf Youtube übertragen und eigene Fragen und Kommentare werde per Zoom eingebracht. Der Link liegt noch nicht vor.

Die Stadtteilkonferenz zusammen mit der AWO Quartiersentwicklung plant ein Publik Viewing für Bürger ohne Internetanschluss. Details folgen.


weitere Informationen zum Verfahren und Beteiligung in der Planungswerkstatt,

Die viertägige Werkstatt beginnt mit Impulsvorträgen und Stadtspaziergängen rund um Burtscheid. In der anschließenden öffentlichen Abendveranstaltung (Forum 3) werden die Teams und die Aufgabe vorgestellt und die Bürger*innen dazu aufgerufen erste Hinweise und Anregungen zu geben. Die drei Planerteams entwickeln in den darauffolgenden Tagen ihre ersten Ideen und können diese in direktem Kontakt zu diesem besonderen Ort reflektieren. Die engagierten Bürger*innen können beim offenen Haus ihre Ortskenntnisse einbringen, bei der Ideenentwicklung mitwirken und den Teams „über die Schulter schauen“. Nachdem die von den drei Teams ausgearbeiteten Ideen im öffentlichen Forum 2 am letzten Tag der Planungswerkstatt präsentiert wurden, können auch hier alle anwesenden Bürger*innen im Plenum (alternativ online) mitdiskutieren und Hinweise für die weitere Ausarbeitung in den Büros geben. Zum abschließenden Forum 3 und nach einer Reflektions- und Ausarbeitungsphase in den drei Büros präsentieren die Teams ihre abschließenden und ganzheitlichen städtebaulichen und freiraumplanerischen Konzepte für die Perspektive des Kurstandortes Burtscheid. 

Werkstattverfahren im Überblick

Ziele 

Ziel ist es, das Projekt der neuen Kur- und Rehaklinik als Impulsgeber für die Entwicklung einer Zukunftsperspektive des Kurstandorts Burtscheid zu nutzen. In einem kooperativen Planungsprozess sollen Leitbilder und Leitplanken für die städtebaulich-räumliche Entwicklung des Kurstandorts erarbeitet werden. Für den Planbereich soll auf Grundlage der Ergebnisse dieses Verfahrens eine Erarbeitung eines "Perspektivplans Kurstandort Aachen Burtscheid“ erfolgen.

Ziel ist mit der neuen Reha-Klinik einen Gesundheitscampus Burtscheid zu entwickeln. Dazu gehören das Marienhospital und andere Gesundheitsanbieter. Möglich wäre auch eine Verknüpfung mit den Bildungseinrichtungen.

Das vollständige  Bild zum Gesundheitscampus kann  hier heruntergeladen werden.

Anlass 

Die aktuellen Entwicklungen rund um das Kurwesen und die geplanten Maßnahmen aus dem Innenstadtkonzept 2022 erfordern eine ganzheitliche Betrachtung des Kurstandortes Burtscheid. Der Betreiber der Kurkliniken „Schwertbad“ und „Rosenquelle“ in Aachen-Burtscheid und des „Klinik-Campus Bardenberg“ in Würselen beabsichtigt eine Klinik-Zusammenführung an künftig zwei Standorten. Das Kur- und Rehaangebot soll dabei gesundheitsfachlich neu profiliert werden. Ein neu konzipiertes Klinik-Modell wird zahlreiche medizinische Fachdisziplinen in einer Weise versammeln, dass Patient*innen und Kurgästen in Zukunft in besonderem Maße individuell zugeschnittene Therapien angeboten werden können. Zugleich erfolgt eine erhebliche Expansion der Betten- und Patient*innenkapazität. Die bisherigen Klinikstandorte in Burtscheid sollen mittelfristig aufgegeben werden, da die Gebäude nicht mehr den heutigen Anforderungen eines modernen Klinikbetriebes entsprechen und weder der Größe, noch der Grundrisstypologie und Bausubstanz nach geeignet für einen erneuernden Umbau mit diesem Nutzungsschwerpunkt sind.

 Es soll eine neue Kurklinik mit ca. 500 Betten auf den Flächen des Klosters der "Schwestern vom armen Kinde Jesus“ und der derzeitigen städtischen katholischen Grundschule an der Michaelsbergstraße entstehen. (siehe Plan) Die dortigen jeweils denkmalgeschützten Gebäude bleiben erhalten und werden in die Neuordnung des Areals integriert. Die angrenzende Fläche „Marienhospital“ ist im Sinne einer Gesamtblockentwicklung und im Hinblick auf Synergieeffekte mit dem Marienhospital in die Betrachtungen mit einzubeziehen. Wichtig ist es, einen qualitativ hochwertigen Bezug des Klinikneubaus zum öffentlichen Raum herzustellen und insbesondere aufgrund der zukünftigen Verlagerung der Klinikstandorte eine gute Anbindung an die vorhandenen kurörtlichen Strukturen (Kurverwaltung, Kurpark-Terrassen etc.) zu schaffen. Die Freiflächen sollen mit hoher Aufenthaltsqualität, dem historischen Ort angemessen, entwickelt werden. 

Reallabor“ Reha der Zukunft auf dem Klostercampus Burtscheid 

Die Vision für Burtscheid besteht darin, ein zukunftsfähiges Cluster aus Forschung, Entwicklung, Dienstleistung und Handwerk in der Gesundheitswirtschaft aufzubauen sowie eine möglichst weitreichende Vernetzung der Angebote untereinander zu erreichen. Ziel des visionären Projekts mit Leuchtturmcharakter stellt dabei die patientenorientierte, effiziente und nachhaltige Versorgung und Betreuung in der Rehabilitation dar. Hierzu müssen Technologien und Investitionen in unterschiedlichen Bereichen am Standort erforscht, entwickelt, validiert und kommerzialisiert werden. Dabei soll es sich um „regelleistungstaugliche“ Innovationen und Methoden handeln, die in die Regelversorgung überführt werden. Das Konsortium besteht aktuell aus dem Investor des Klinikneubaus sowie dem Institut für Textiltechnik an der RWTH Aachen University und wird stetig um weitere Partner aus Forschung, Gesundheitsversorgung und -wirtschaft erweitert.

Ablauf des Werksattverfahrens

Zum Einstieg am 21.11.2021 in den Kurparkterrassen wurde das Werkstattverfahren und der Ablauf des dreitägigen Workshops durch Abt. Stadtplanung der Stadt Aachen vorgestellt. Mehr dazu finden Sie auf der Internetseite der Stadt zum Kurstandort Burtscheid.

Im Rahmen der Eröffnung wurde  von Klaus-Peter Otto kurz der Arbeitskreis vorgestellt ( die Rede kann hier heruntergeladen werden) und erste Leitplanken aus der Arbeit des Arbeitskreises aufgezeigt:

  • Wir Burtscheider brauchen zukunftsfähige, innovative Reha-Einrichtungen zum Erhalt unseres Kurortes. Ein neues größeres „Haus des Gastes“ als Quartiersbüro könnte helfen. 
  • Arbeitsplätze durch die Erneuerung der Reha-Einrichtungen und bezahlbarer Wohnraum in Burtscheid dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir brauchen beides.       
  • Wir brauchen neue Wege auf den Gesundheitscampus Klostergelände mit der Öffnung zum Kurpark, zum Marienhospital, zur Friedrich-Ebert-Allee und zur Fußgängerzone, bis zum noch bestehenden Schwertbad und der dort noch immer klaffenden hässlichen Baugrube. Dort muss zusammen mit dem Gelände des ehemaligen Landesbad Neues , Wohnungen und Arbeitsplätze entstehen.  
  • Der Gesundheitscampus ist eine inhaltliche Vision: ein abgestimmtes ambulantes und stationäres Gesundheitsangebot verbunden mit pflegerischer und sozialer Bildung vor Ort. Deshalb, wir begrüßen den breiten Ansatz, nicht nur Räume zu planen, sondern die sozialen Lebensbedingungen zu erneuern.

Rundgang durch Burtscheid

Nach der Einführung erfolgte erfolgte ein Rundgang durch Burtscheid mit 7 Stationen. Eine Zusammenstellung von Bildern (Autorin Leonie Stettner) gibt einen Eindruck von des Stationen. Sie kann hier heruntergeladen werden.